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GERRIE MUHREN

Wahrend die EM2000 (in Holland und Belgien) sah ich nach ein Spiel von Deutschland auf ein grosses Bildschirm in eine Zelt. In diese Zelt waren ungefahr 200 Menschen und ich befand mich zwischen die deutschen, in die Stadt Krov an die Mozel.

Was mich dort aufgefallen ist, war naturlich die Begeisterung von den Menschen, aber auch der Respekt fur die Gegner. Auch hatten sie immer geglaubt in ein gutes Resultat, etwas was auch die deutschen Fussballer naturlich immer glauben. Hier in Holland sagen wir auch das sie erst geschlagen sind wenn sie in der Autobus nach Hause fahren. Das ist auch, ein bisschen ubertrieben, die Wahrheit. Deshalb gewinnen sie manchmal am Ende eines Spiels. "Gluck", rufen wir zusammen, aber es ist abgezwungen und meist haben sie es auch verdient.

Ich spielte gerne gegen deutsche Vereine. Wir waren technischer am Ball und anderten oft von Position. Wir waren ofter am Ball und machten sie mit unsere art von spielen nervos und davon haben wir oft profitiert. Spiele welche ich mich erinnere sind: Bayern Munchen-Ajax (Freundschaftsspiel) 0-5, Ajax-Bayern Munchen (Freundschaftsspiel) 2-1, Ajax-Bayern Munchen (Europa Pokal I) 4-0, Bayern Munchen-Ajax (Europa Pokal I) 2-1, FC Nurnberg-Ajax (Europa Pokal I) 1-1, Ajax-FC Nurnberg (Europa Pokal I) 4-0. Deshalb war es fur mich schade das ich nicht gespielt habe im Abschiedsspiel von Johan Cruijff gegen Bayern Munchen (0-8 verloren) und in die WM74Finale (2-1 verloren).

Dann noch die Schwalbe, ein typisch deutsch Produkt, sagt man. Auch damit bin ich nicht einverstanden. Naturlich haben wir in Holland noch immer nicht der "Sturzflug" von Holzenbein verarbeitet, deshalb wird ein deutscher "Flug" immer schwerder wegen als eine portugiesischen oder bulgarischen. Wenn Figo oder Stoikov deutschen gewesen waren dann hatte ich das zugegeben, das sind doch wirklich die Weltmeister "Flugen". Gewaltig war es deshalb das da extra Aufmerksamheit war fur die Schwalbe wahrend die WM in Sud-Korea und Japan. Deshalb spielte auch Figo massig, weil er nicht sein Handelsmarke benutzen konnte.

Zum Schluss, von die etwa 200 deutschen in die Zelt war keiner da mit ein deutschen Fussballshirt. Wenn es in Holland gewesen ware sollte die Zelt orange gewesen sein. Das ist auch normal, aber welche Leute lieben ubertrieben das eigene Land nach Meinung der hollander? Genau... die deutschen.

Gerrie Muhren, den 25. Juli 2002

 

Gerrie Muhren (geboren Februar l946) war ein linksbeinige Mittelfeldspieler mit ein guten Ubersicht und phantastischen Technik. Nach Meinung von Johan Cruijff war er die technisch bester hollandischer Spieler aller zeiten. Gewann mit Ajax ofter die Landespokal, wurde vielfach Landesmeister gewann zweifach die Supercup und einen mal die Weltpokal. In '71,'72 und '73 wurde die Europa-Pokal I gewonnen. Das Ajax-mittelfeld Arie Haan-Johan Neeskens-Gerrie Muhren war Weltklasse und hatte auch das Mittelfeld von Holland sein konnen bei die WM74. Wegen Umstande musste er vor die WM absagen. Michels (Bundestrainer) war ein Muhren-fan sonst hatte vielleicht Muhren statt Van Hanegem gespielt. In 1976 wechselte er von Ajax nach Spanien. Betis Sevilla wurde sein neuer Verein. Bei Betis gewann er die spanische Pokal und wurde gewahlt als Spieler des Jahres in Spanien. Fur Kempes, Breitner, Neeskens und Cruijff.... Sein Bruder Arnold wurde in 1988 mit Holland Europameister. Gerrie Muhren arbeitet jetzt als technischer Berater bei Ajax.

 

HANS VAN BREUKELEN

Weshalb die ewige Rivalitat zwischen deutsche und hollandische Sportvereine? Weshalb die extra emotionen welche eine Atmosphare kreieren von Feindschaft? Fur mich selber versuch ich das zu erklaren mit dem schonsten Spiel meiner Karriere: die Halbfinale gegen Deutschland in Hamburg auf den 21. Juni 1988, meiner Gefuhl nach musste etwas gut gemacht werden. Nach unserem Gegner, welche in 1974 gegen Holland (mit Cruijff, Van Hanegem, und so weiter) die Weltpokal ergriffen hatten und daruber schon 14 Jahre (!) schadenfreude hatten. Nach unsselber, weil wir schon dreifach (in 82, 84 und 86) nicht dabei gewesen waren und die dunkelhafte Spruche von die Presse und unsere Idole aus die siebziger Jahre, satt waren. Obwohl die "Goldene Generation" von die siebziger Jahre, die deutschen NIEMALS besiegt hatten. Ausserdem flogen unsere Vereine immer heraus in die Europa-Pokal gegen die deutsche Vereine. Irritation als Motivation!!!! Wir waren gebrennt jetzt endlich am Ende Gewinner zu sein und es gelang. In die letzte Minute schoss Marco van Basten die 2-1 und wurden wir total verruckt. Zusammen mit 30.000 "Oranje"-fans haben wir im Stadion gefeiert. Plotzlich waren wir befreit von unsere gefuhle von Unlust. Woraus gibt es dies Gefuhle? Jahre spater und aus Erfahrung geandert versuch ich es zu erklaren. Ich glaube wir sind eifersuchtig auf die Mentalitat der deutschen. Wenn sie in Nachspielzeit ein Tor machen, sagen wir: Gluck. Aber sie werden immer alles geben bis die letste Sekunde des Spiels; sie werden nie aufgeben. Wir meinen das wir schoner spielen und technisch bessere Spieler haben, obwohl sie dabei sind bei die EM und WM und auch lange dabei sind. Deutsche Spieler konnen und wollen fur die Mannschaft spielen. Bei uns steht die Individu zentral. Auch finden wir sie arrogant. Aber ich denke, das wir aus unsere Frustration gegen die deutschen arrogant geworden sind. Unsere Nachbarn aus das Osten sollten ein Vorbild fur uns sein mussen. Unbedingt gewinnen wollen, wie das auch geschaht! Wenn wir Hollander dieser Eigenschaft doch mal mischen konnten mit unsere Qualitate dann sollten wir in die Zukunft ofter lachen und jubeln konnen.

Hans van Breukelen, den 20. August 2002

 

 

Ein besessener Torwart mit ein deutschen Mentalitat. Hans konnte nicht nur gut Balle gegenhalten. Als alter Lehrerstudent konnte er auch gut reden. Deshalb war er vielleicht schon wahrend sein zweiter (!) Landerspiel Kapitan von "Oranje". Sein vierzehnter Landerspiel sah ich selber "de Breuk" als Torwart gegen Bulgarien. Ein schlechtes Spiel aber Van Breukelen spielte vorzuglich. Ein Tag spater sah ich seinen Namen nicht gross in die Zeitung. Obwohl Van Breukelen ein Klassetorhuter war stand er auch dieser Abend im Schatten von Gullit und Van Basten. Mit Gullit und Van Basten wurde er in 88 Europameister. Er machte 73 Landerspiele. Er spielte bei FC Utrecht, Nottingham Forest und PSV Eindhoven. Mit PSV wurde er vielfach Landesmeister und Pokalgewinner. In 1988 gewann er mit PSV die Europapokal I nachdem er die entscheidende Elfmeter gehalten hatte. Momentan u.a. Ambassadeur von S.O.S.-Kinderdorfe und Fussballkomentator bei das hollandische Fernsehen.

 

BERT NEDERLOF

Ich war niemals wirklich nervos fur eine Rundfunkreportage fur das Rundfunkprogramm "Entlang die Linie" von die hollandische Radio. Ich hatte das schon zwolf Jahren gemacht. Aber heute war es anders. Heute war die Revanche fur die schreckliche und unnotige Niederlage von die WM74-Finale. In die vergangene vierzehn Jahren konnten wir das einfach nicht vergessen. Heute, den 21. Juni 1988, musste endlich eine schwarzen Periode abgeschlossen werden. Aber ich war absolut nicht sicher daruber. Unterwegs zum hamburger Volksparkstadion stand ich in eine Schlange, dadurch kam ich erst funf Minuten fur anfang des Spiels Deutschland-Holland aufgeregt und unglaublich nervos die Tribune aufgekriechen. "Verdammt noch mal, wo warst du denn?!!" schreite Jack van Gelder (bekannter hollandischer Fernsehstar, zu vergleichen mit Thomas Gottschalk aber dann ohne haren) mich zu. Jack und ich waren schon vier Jahren zusammen bei die hollandische Radio fur das Kommentar bei die Landerspiele von Holland. Wir waren immer mindestens eine Stunde fur das Landerspiel zusammen aber ausgerechnet jetzt, fur das wichtigste Spiel der letzte vier Jahren, war ich fast zu spat. Aber schon bald nach die Anpfiff von dem Schiedsrichter war ich das alles vergessen weil es ein ganz spannendes Spiel war. Die erste 45 Minuten waren Deutschland und Holland gleichwertig, in die Halbzeit, es war 0-0, hatten Jack und ich ziemlich viel Vertrauen auf ein gutes Ende. Aber nach zehn Minuten in die zweite Halbseit werden wir total verruckt. Der rumanische Schiedsrichter Igna gab ein Elfmeter fur Deutschland, aber das war kein Elfmeter! Lothar Matthaus machte keine Fehler. "Du konntest darauf warten!" rief Jack van Gelder wutend in sein Mikrophon". "Wir werden wieder herunter geholt!" Aber nein, eine Viertelstunde spater bekam "Oranje" ein Elfmeter von Igna. Das war auch absolut kein Elfmeter. Ronald Koeman schoss die Ausgleich (1-1), danach gab es ein spannendes letzte Viertelstunde. Zwei Minuten fur Spielende bekam ich die Mikrophon von Jack. Die letzte zwei Minuten waren fur mich. Ich spekulierte schon auf eine Verlangerung, dann machte Marco van Basten das vielleicht wichtigste Tor aus seiner Karriere. Nie zuvor hatte ich so geschreit als nach dieses Tor. "Die verruckte Van Basten!! Hat er das wieder gemacht. Un- glaub-lich!!" Neben mich war Jack van Gelder total verruckt geworden. Bei das Tor war er aufgesprungen und hatte mit seine Armen unsere arme Kollegen aus die damalige DDR von seinem Stuhl geschlagen. Unsere Entschuldigung wollte er nicht horen, entsetzt hat er uns angeschaut. Nach diesem Spiel haben Jack und ich einige Schnapps hereingewurfen nach dem meist emotionellen Spiel das ich- und ich glaube auch Jack- jemals gesehen haben. Die nachste Tag mussten wir in Stuttgart kommentar geben bei die andere Halbfinale Italien-Russland. Die Folgen von einem schweren Nacht waren noch nicht verschwunden. Ich glaube das Jack und ich diese Abend das schlechteste kommentar aus unsere Karriere gegeben haben.

Bert Nederlof, den 10. September 2002

 

 

Bert Nederlof ist schon Jahren Journalist bei die grosste hollandische Fussbalzeitung Voetbal International. Er war auch viele Jahren Rundfunkreporter bei die Landerspiele von Holland.

 

JACQ. WALLAGE

Wir fuhren fruher niemals durch Deutschland. Fur unsere Judische Familie war Deutschland immer verbunden mit die zweite Weltkrieg. Alles uber Deutschland gehorte zu die nie geendete Vergangenheit. Bei uns zu hause war keine Relation zum heutigen Deutschland.

Wenn am Ende von die Jahre funfzig die berliner Philharmoniker in Groningen kamen-zum ersten mahl seit ende der Krieg war eine berlinische Woche in die Stadt-gab es zwischen meine Eltern und mich eine schmerzhafte Diskussion. Mein Vater und ich liebten die klassische Musik und wollten gerne das weltberuhmte Orchester horen. Meine Mutter errinnerte uns-das war naturlich nicht notig- an ihre ermordete Eltern. Mein Vater blieb zu Hause aber hat sich aktiv bemuht das ich nach das Konzert gehen konnte. Unter der Bedingung das ich versprechen musste das ich, als die deutsche Nationalhymne gespielt wurde, sitzen bleiben sollte. Ich bin auf meine Stuhl gebleben, ein dreizehn oder vierzehnjahrige judische Junge, zerrissen zwischen die Liebe fur seine Grosseltern und die Liebe fur die klassischen Musik, welche grenzenlos und universal ist. Aber wir fuhrten noch immer niemals durch Deutschland.

So geschah es das ich als sechsundreissigjahrige, als Mitgied der Bundestag, zum ersten mal in Deutschland kam. Unsere parlementarischen Delegation wurde geleitet durch Relus ter Beek, ein guter Freund von mich, ich hatte ihm gesagt weshalb dies mein erster Besuch an Deutschland war. Er informierte Werner Marx, CDU-mitglied der Bundestag. Am Ende der erste Tag fuhrte Werner Marx mich nach eine Ecke von das Restaurant wo wir mit unsere Kollegen der Bundestag gegessen hatten. ''Darf ich Sie meine Geschichte erzahlen?" fragte er und hatte seine Kriegsgeschichte angefangen: Wie er zum Ostfront geschickt wurde und so schwer verletzt war das er nach Deutschland ruckkehren musste, wie der Zug mit Kriegsverletzte angegriffen wurde durch Flugzeuge der Alliierten. Und er erzahlte uber die Tote in seiner Familie. Nach eine Stunde endete er mit: "Es war also auch unsere Scheisskrieg..."

Mein Erhaltnis mit Deutschland hat sich diese Abend geandert. Meine Eltern konnten ihre eigene Verluste nicht vergessen, aber ich konnte jetzt zum ersten Mahl verstehen das nicht nur die klassische Musik sondern auch die Trauer der Krieg universal ist und keine Grenzen hat.

Es waren nicht nur Gustav Heinemann und Willy Brandt sondern auch Werner Marx und Helmuth Kohl welche mich meine Nachbarn zuruckgegeben haben. Fur einige Jahre war Kohl zu gast in die Wohnung des Bundes-Prasidenten. Ich war dabei als Parteivorsitzender der PvdA. Es war eine besondere Abend. Kohl uberzeugte uns davon, das eine europaische Politik ganz wichtig ist. Naturlich sagen viele Politiker das unsere zukunft in Europa liegt, aber das hat meist ekonomische Grunde. Aber auf diese Abend hat er seine eigene Geschichte, die belastete Vergangenheit von Deutschland, mit eine gemeinschaftliche Zukunft von Europa zusammen gebracht. Was Generatione fur uns nicht gelungen war-Bedingungen schaffen freundlich mit einander zusammen zu leben- das ist fur uns der Auftrag der Zukunft: "Nie mehr Krieg zwischen unsere Lander". So wurde mein Leitspruch bestatigt: nur derjenige der seine Vergangenheit kannt, hat Zukunft. Nur er der weiss wovon er kommt, weiss wohin er gehen muss.

Jetzt fahre ich durch Deutschland. Ohne meine Grosseltern und viele andere zu vergessen, kann ich jetzt das Positive in die Entwicklung von Deutschland sehen und anerkennen. Nur wenig Lander in Europa sind so serios uber ihre Vergangenheit wie das moderne Deutschland. Die Vereinigung ist kein Fest des Nationalismus geworden aber ein Auftrag der Demokratie auf zu bauen. Und obwohl Bundeskanzler Schroder recht hat wenn er das Rechtsradikalismus serios nimmt, darf eine kleine Minderheit uns nie abnehmen das was die Demokratie zu stande gebracht hat. Und wer ein Besuch bringt an Berlin, der Haupstadt der Bundesrepublik, wie ich in 2000 zum ersten mal in meine Ferien tat, kann sehen das sich neben London, Paris und Rom ein neuer europaischen Metropol entwickelt welche keine Bedrohung aber eine Herausforderung ist.

Oft ist da zwischen Nachbarn eine Mischung von Liebe und Hass; da ist verlangen nach Freundschaft aber da ist auch rasch Eifersucht. Das Gras der Nachbarn ist immer gruner. Gerade weil es fur mich persohnlich so schwierig war um normal um zu gehen mit Deutschland und meine Liebe fur die deutsche Sprache, meine Bewunderung fur Kurt Tucholsky, Wolfgang Borchert und Heinrich Heine, mit meine Gefuhle fur meine vernichtigte Familie zusammen zu bringen, gerade deshalb mus ich kampfen gegen ein zu einfaches Bild von anti-deutsch Sentiment, das leider in Holland noch oft da ist. Oft haben junge Leute ein Urteil uber Deutschland was nicht auf Tatsachen gebaut ist. Dann wird deutlich das diese Spruche nicht gebraucht werden um zu argumentieren aber eine art Symbolsprache ist. Man manifestiert sich deutlich als hollander um so die Distanz zu den Nachbarn deutlich zu machen. Aber hier ist etwas mehr Kuhnheit notig! Die Kuhnheit welche die deutsche Politik hatte und welche die Bevolkerung wieder in die europaische Gemeinschaft gebracht hat.

So muss auch der Politik in unserem Land aktiv bei die Bevolkerung das Perspektiv von zusammenleben mit die Nachbarn austragen. Es ist nicht moglich ekonomisch mit einander verbunden zu sein, ohne Grenzen zu leben und an die andere Seite statt eine gemeinschafte Zukunft, immer uber die zerissene Vergangenheit zu reden. Deutschland hat gezeigt eine lebendige, starke Demokratie zu sein. Deshalb muss man-gerade als Nachbarn- aufhoren die Menschen von heute mit die Erfahrungen von damals zu beurteilen. Keiner mus die Vergangenheit vergessen, aber es kann und muss auch ein Fundament sein von eine bessere gemeinschaftliche Zukunft.

Jacq. Wallage

 

 

Jacq. Wallage war Parteivorsitzender vor die PvdA (zu vergleichen mit die SPD) in die hollandische "Bundestag". Jetzt ist er Burgermeister von Groningen. Nachbarn wurde ausgesprochen auf den 19. Oktober 2000 in Groningen weil damals Helmut Kohl ein Ehrendoktorat bekam. Diese Geschichte ist auch nach zu lesen in das Buch "Thuis en ontheemd".
Ich mochte gerne Pressechef Alfredo Kazemier danken fur die Hilfe!

 

RENE VAN DE KERKHOF

“Das Europapokalspiel in 1973 mit FC Twente gegen Borussia Monchengladbach am Bokelberg? Das war schlimmer als eine Feldschlacht.
Gunther Netzer war ein ganz guter Spieler aber unglaublich provocierent. Da habe ich Ihm zu hart angegriffen und musste mit einer roter Karte vom Platz.
Borussiaspieler von damals? Das ist schon 31 Jahre her! Eh…., Netzer, Bonhof, Kleff, Vogts, Wimmer und Heynckes. Ja, das war eine gute Mannschaft.
Fur die WM74-Finale war Rensenbrink nicht fitt. Sonntag war die Finale, aber auf Samstag konnten wir schon sehen das er nicht fitt war. Er hat gesagt das er mit einer Spritze spielen konnte aber er hatte nie spielen durfen! 
Wir haben Deutschland nicht unterschatzt. Gegen Deutschland spielen ist immer schwierig und Sie hatten eine meisterhafte Mannschaft. Wir spielten nicht wie gewohnt aber die zwei Tore waren nicht notig gewesen. 
Der Elfmeter von Breitner hatte nicht gegeben werden mussen nach die Schwalbe von Holzenbein. Das zweite Tor von Muller hatte Jongbloed halten mussen. Aber das dritte Tor von Gerd Muller war kein Abseits. 
Das 0-1 kam vielleicht zu fruh aber ich hatte damit keine Probleme, kurze Zeit spater hatte Rep die 0-2 machen mussen…
In die Pause lauften Michels und Cruijff in den Duscheraum. Kurzer Zeit spater kam Cruijff heraus eine Minute spater Michels. Er sagte nur zwei Worter: “Kerkhof, umkleiden!”
Ich bin ubrigens der einzigste Hollander welche auf 2 WM’s nicht von Deutschland verloren hat. In die zweite Halbzeit dieser Finale spielte ich 0-0, auf die WM78 in Argentinien 2-2. Ha, ha, ha, ha!
Das Tor zum 2-2 von mich gegen Deutschland auf die WM von Argentinien war persohnlich ein Hohepunkt. So ein wichtiges Tor machen auf ein WM gegen Deutschland!
Ein Jahr spater machte ich das 2-3 Siegtor gegen die DDR. Nein, ich habe niemals Probleme mit deutschen gehabt!
In 1977 wechselte ich fast von PSV nach FC Koln. Koln hatte eine gute Mannschaft mit Trainer Hennes Weisweiler. Ja, das finde ich schade das ich nicht in die Bundesliga gespielt habe. Jetzt ist das wahrscheinlich zu spat.
Ich habe noch regelmassig Kontakt mit verschiedene deutsche Spieler, ein oder zweimal pro Jahr, zum Beispiel bei Landerspiele zwischen Holland und Deutschland. Das wird auch wieder geschahen bei Holland-Deutschland in Portugal. Mit Dieter Burdenski habe ich viel Kontakt und ein phantastisches Verhaltnis. Wir organisieren zusammen Spiele mit alter europaischer Stars.
Deutschen haben eine gute Sportmentalitat davon konnen wir viel lernen. Sie werden nie aufgeben auch nicht bei 0-2 oder 0-3, sie kampfen bis die allerletzte Sekunde. Manchmal sind Sie arrogant aber das muss mann nicht so ernst nehmen.
Holland-Deutschland in Portugal? 1-1, obwohl wir bessere Spieler haben.
Holland und Deutschland gehen nach die nachste Runde.”

Harry Walstra, den 24. April 2004

 

AUKE KOK

-“Auke Kok, Fussballjournalist und Author des Buches: WM74, und doch waren wir besser.
Wo waren Sie auf den 7. Juli 1974?”

Kok: “Wir hatten damals ein Rockband. Die Finale haben wir uns zusammen angeschaut bei dem Gitarrist. Sie hatten ein Farbfernsehgerat!”

-“Wie lange haben Sie an dieses Buch von 365 Seite gearbeitet?”

Kok: “Zwei Jahre. Ich habe fur dieses Buch gesprochen mit hollandische Spieler und auch mit deutsche Spieler wie Overath, Cullman und Holzenbein. Auch habe ich gesprochen mit Trainer, der Mannschaftsarzt, Anhanger, Politiker und Geschafftsleute. Naturlich habe ich auch alle Videobande gesehen und viele Bucher und Zeitungen daruber gelesen.”

-“Weshalbe hatte Holland der beste Mannschaft?”

Kok: “Das war einfach das beste Fussball. Komplett, immer offensiv, atemberaubend!”

-“Die Schwimmingpoolgeschichte. Was ist dort geschahen und welche Spieler waren dabei?”

Kok: “Nach das Spiel gegen die DDR war in das Hotel in Hiltrup ein Fest mit der Rockband The Cats und Geselligkeit und Sekt. Nach das Fest sind Cruijff, Rensenbrink und die Ersatzspieler Schrijvers und Strik zusammen mit der Sohn des Besitzers, drei nackte Madchen und ein Undercoverjournalist in das Schwimmbad gegangen. Ja, und das alles ist kurz fur diese Finale in die Presse gekommen.”

-“Cruijff hat spater erklart fur die Finale ganz mude gewesen zu sein.
War diese Geschichte entscheidend fur den Verlust der Finale?”

Kok: “Das ist auf jeden Fall fur die Vorbereitung auf die Finale keine gute Sache gewesen.
Die Konzentration war vermindert. Cruijff war mehr beschafftigt mit seiner Ehe dan mit das Endspiel. Aber Cruijff war ausserdass korperlich und mental fast am ende.
Was mich aufgefallen ist war die bessere Kondition von dem Deutschen in die Finale.”

-“Rensenbrink war schwer verletzt ins Spiel gegangen. Erst nach 45 Minuten wurde er ausgewechselt. Das war doch ein Fehler von Michels?”

Kok: “Rensenbrink hatte nie spielen durfen. Rensenbrink hat vor das Spiel gesagt das er spielen konnte aber wir haben die erste Halfte mit zehn Mann gespielt!”

-“Der Titel: WM1974, und doch waren wir besser, ist deutlich.
Aber weshalb kommen Sie zur Endkonklusion das den deutschen nicht unverdient gewonnen haben?”

Kok: “In Holland wird immer gesagt das wir in die Finale soviel besser waren. Das ist aber ein Mythos. Wir haben zwar in die zweite Halbzeit viel angegriffen und einige gute Chance gehabt aber Deutschland hatte auch gute Chance. Nach eine Vorlage von Grabowski macht Muller das 3-1. Dieses Tor wurde aberkannt wegen Abseits aber das war absolut ein hundertprozentiges Tor. In die 85. Minute wurde Holzenbein innerhalb der sechzehn Meter gefoult. Das hatte ein Elfmeter geben mussen . Deshalb dieser Endkonklusion. 
Aber insgesamt, uber das ganze Turnier waren wir wirklich den Besten.”

-“Haben Sie schon ein Anfang gemacht fur das Buch uber der deutsche Mannschaft: WM74, wir waren den Besten? 
Sie haben wieder zwei Jahre zeit, das kann fur die WM2006 in Deutschland publiziert werden!” 

Kok: “Nein das ist nicht notig. Dieses Buch habe ich geschrieben aus hollandische und deutsche Perspektive. Auch die deutsche Meinung habe ich vielfach gehort und ist nach zu lesen in dieses Buch. In Holland ist viel Interesse fur das Buch und auch in Deutschland sind schon einige Verlage interessiert.”

Harry Walstra, den 22. April 2004

 

HUGO HOVENKAMP

Hugo Hovenkamp, 31-facher Nationalspieler von Holland und Besitzer von einem Campingplatz in Callantsoog an die Nordseekuste.

-“Sie waren in 1981 Mannschaftsfuhrer von AZ Alkmaar.
Trainer war der Deutscher Georg Kessler. Was war er fur ein Typ?”

Hovenkamp: “Er war ein Typ von ordnung und disziplin!
Das Prototyp von was wir in Holland von ein deutscher Trainer erwarten.
Kessler hatte das erste Jahr schwierigkeiten mit alle Spieler, wir wurden verruckt von Ihm.
Er forderte ausserste disziplin. Eine Minute zu spat auf das Training. Geldstrafe und Geback holen. Das ist nur ein Beispiel, es war schrecklich! Wir nannten Ihm ein typischer Deutscher.
Aber mit Kessler hatten wir Erfolg. In 1981 Landesmeister und die UEFA-Pokalfinale.
Jahre spater hat er mich eingeladen fur ein Europapokalspiel von FC Koln.
Ich war in das gleiche Hotel wie die Mannschaft von FC Koln.
Wenn ich den nachsten Tag bezahlten wollte war das nicht notig. Kessler hatte das schon getan. Das war auch typisch Kessler.”

-“Kessler war in 1970 Bundestrainer von Holland. Er hat spater gesagt das wenn die Spieler besser motiviert waren er mit Holland bei die WM70 mindestens die letzte Vier erreicht hatte.”

Hovenkamp: “Naturlich! In 1969 holte Ajax die Europa-pokalIfinale und in 1970 gewann Feyenoord die Europa-pokalI. Van Hanegem, Keizer und Cruijff waren Weltklassespieler aber wir fanden das alles nicht so wichtig. Holland war nicht einmal qualificiert fur die WM.
Deutschland hatte wirklich nicht bessere Spieler aber wurde Dritter in Mexiko.”

-“Das unterschied zwischen Holland und Deutschland…”

Hovenkamp: “In Holland wollen wir immer schones Fussball spielen und dabei auch noch 
gewinnen. Deutschland will nur gewinnen.” 

-“Deutschland hatte auch immer einige gute Spieler.”

Hovenkamp: “Sie hatten auch guten technischen “hollandischen” Spieler wie Netzer, Overath, Schuster und naturlich Beckenbauer.
Heute finde ich Ballack der einzigste “hollandische” Spieler. Wir haben Spieler wie Van Nistelrooy, Kluivert und Van der Vaart! Aber es bleibt immer schwierig von den deutschen zu gewinnen.”

-“Breitner hat gesagt das er die Hollander nicht sympathisch fand weil viele Spieler den deutschen beschimpft haben.”

Hovenkamp: “Ich habe das wirklich nie erlebt. Auf das Feld ging es ganz hart zur Sache aber danach. Absolut keine Probleme! Ich denke das die Jungs vor mich, geboren in oder gerade nach der Krieg, wie Israel, Van Hanegem und Suurbier tatsachlich das getan konnten haben was Breitner gesagt hat. Weisst du aber das Beckenbauer und Cruijff ganz gute Freunde sind?
Auch Voller und Rijkaard haben ein gutes Verhaltnis mit einander. In die Presse wird die Rivalitat oft auch ubertrieben.
Das einzigste negative finde ich das Sie die Schwalbe herausgefunden haben. Das finde ich schrecklich!”

-“Auf die EM80 haben Sie mit Holland mit 2-3 von Deutschland verloren.”

Hovenkamp: “Ja, das war ein ganz gute Mannschaft mit Toni Schumacher, Bernd Schuster, Karl-Heinz Rummenigge und Hansi Muller. Hansi Muller rufe ich ubrigens noch regelmassig an.”(Muller spielte zusammen mit Hovenkamp in Osterreich)

-“Sie haben ein Campingplatz in Callantsoog. Wieviele Ihre Gaste kommen aus Deutschland?”

Hovenkamp: “Ungefahr dreissig Prozent, in den Sommer funfzig Prozent denke ich. Es sind nette Leute. Viele Gaste kommen hier schon Jahre. Wenn ich wirklich Probleme mit Sie hatte durften Sie wirklich nicht zuruck kommen. Wenn Sie hier schon drie Jahre kommen dan sage ich das Sie hollandisch reden mussen, ha, ha, ha! Sie versuchen es dann auch, das finde ich schon.” 

-“Das wichtigste Unterschied zwischen hollandische und deutsche Gaste?”

Hovenkamp: “Wenn deutsche Touristen mich aus dem Auto fragen haben Sie Platz? und ich sage ja dann fahren Sie fast immer gleich auf unserem Campingplatz.
Wenn hollandische Touristen das mich fragen und ich sage ja dann sagen Sie sehr oft: “Und wie teuer ist das?”

Harry Walstra, den 20. April 2004

 

KEES BREGMAN

-“Kees Bregman, Sie sind jetzt Friseur in Amsterdam.
In die Jahre Siebzig spielten Sie in die Bundesliga.
Was war Ihre erste Verein und wie lange spielten Sie dort?”

Bregman: “Von 1974 bis 1979 spielte ich bei MSV Duisburg mit Spieler wie Bernd Dietz, Ronald Worm, Rudi Seliger und Kurt Jara.
Ja, Kurt Jara war ein ganz gute Spieler.
Wie uberall in die Bundesliga war auch in Duisburg eine tolle Kulisse.”

-“Ich kann mich ein 6-2 Sieg gegen Bayern Munchen erinnern. Maier, Beckenbauer und Muller waren doch nur mittelmassige Spieler!”

Bregman: “Nein, die FC Bayern hatten wirklich eine Weltklassemannschaft. Im Angriff hatten Sie Rummenigge und Muller! Aber wie jeder Verein waren wir auch hochmotiviert gegen FC Bayern wie das so oft ist mit kleinere Vereinen gegen grossere Vereinen.
Ich glaube aber das wir gewonnen mit 4-2. Ich machte noch ein Tor. Ja, Bild Zeitung hat geschrieben: Das konnen nur Beckenbauer und Bregman. Sie hatten naturlich schreiben mussen: Das konnen nur Bregman und Beckenbauer. Ha, ha, ha, ha!”

-“Nach MSV Duisburg spielten Sie kurzer Zeit in die niederlandische Eredivisie danach fur Arminia Bielefeld.”

Bregman: “Ja, ich spielte dort von 1980 bis 1982, mein bekannteste Mitspieler war Ewald Lienen. Das war so ein kleines englisches Stadion zwischen die Hauser. Die Ankleidezimmer waren in eine Schule! Das Publikum war phantastisch, jeder zwei Wochen ein volles Haus.”

-“Was war das grosste Unterschied zwischen die Bundesliga und die Eredivisie in Holland?”

Bregman: “In die Bundesliga war alles viel serioser. Der Druck war auch viel und viel grosser. Wenn wir verloren hatte auch der ganze Vorstand verloren. Wir hatten 32 Vertragspieler bei MSV! Fur jedes Spiel mussten wir ins Trainingslager. In Holland konnten wir mit einem Motorroller zum Spiel in Deutschland manchmal mit einem Flugzeug.
Auch waren die Stadions in Deutschland viel grosser und da war viel mehr Publikum und
Geld.”

-“Was ist das grosste Unterschied in Mentalitat zwischen Holland und Deutschland?”

Bregman: “In Deutschland ist mann viel punktlicher, alles ist sauber. Die Menschen sind anders. Viel mehr organisiert. Ich sag nicht das es besser oder schlechter ist.
Ja, das ist richtig die Menschen sind viel formlicher. Bei eine Backerei hinter die Kasse
sagen sogar zwei Madchen von 16 Jahre alt Sie gegen einander! Das finde ich ubertrieben.”

“Haben Sie auch Heimweh nach Ihrer Periode in Deutschland?”

Bregman: “Nicht Heimweh. Ich hatte meine schonste Zeit in Duisburg. Ich habe kein Heimweh nach dieser Periode aber es war eine ganz schone Zeit.”

Harry Walstra, den 21. April 2004